Kartenzahlung mit Kartenlesegerät-Terminal Kartenzahlung mit Kartenlesegerät-Terminal | Bild: © bizoo_n | Fotolia.com

Kunden werden immer anspruchsvoller und erwarten auch bei der Bezahlung einen Service. Wenn auch Sie Kartenzahlung in Ihrem Geschäft (POS) anbieten möchten, benötigen Sie nicht nur ein Kartenlesegerät. Welche Rolle dabei Payment Service Provider (PSP), Acquirer und ein Kartenakzeptanzvertrag spielen, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Kartenzahlung: Kreditkarten und EC-Karten am POS akzeptieren

Sie betreiben ein Geschäft und möchten Ihren Kunden die Zahlung per Kreditkarte oder EC-Karte ermöglichen? Dafür sprechen einige gute Gründe. Bargeld ist mit indirekten Kosten und zusätzlichem Zeitaufwand verbunden. Des Weiteren ist es laut verschiedenen Studien unter dem Strich in vielen Fällen teurer als die Kartenakzeptanz.

Tipp: UnternehmerPortal empfiehlt die Paymentdienstleister: Checkoutportal Wirecard, Sumup oder iZettle.

Selbst wenn man die höheren Kosten für Bargeld gerne in Kauf nimmt, ist die Akzeptanz von bargeldlosen Zahlungsarten ein wichtiger Service für Ihre Kunden. Viele erwarten sogar die Möglichkeit der bargeldlosen Zahlung und verlassen das Geschäft. Wenn Sie mit ihrer Kreditkarte oder EC-Karte nicht bezahlen können, weil sie kein Bargeld dabei haben und nicht extra den nächsten, teilweise mit Gebühren verbundenen Geldautomaten aufsuchen möchten.

Kartenlesegerät für Kreditkarten und EC-Karten am POS

Die technische Grundlage für die Kartenakzeptanz ist ein Kartenlesegerät, auch Karten-Terminal genannt. Durch ein solches Kartenlesegerät wird nach der Eingabe des Zahlbetrags die Kreditkarte oder EC-Karte gezogen, um die Zahldaten aus dem Magnetstreifen auszulesen und eine Verbindung zum Issuer, also der kartenausgebenden Bank herzustellen und die Transaktion von dieser bestätigen, bzw. freigeben zu lassen.

Diese prüft vor der Freigabe der Kartentransaktion die Gültigkeit der eingesetzten Karte und manchmal auch die Zahlungsfähigkeit ihres Kunden, da nach der Transaktionsbestätigung das Haftungsrisiko gegenüber dem Händler, auch Merchant genannt, bei der kartenausgebenden Bank liegt.

Bei Kreditkartenzahlung wird vom Kunden nach der Bestätigung eine Unterschrift vom Kunden auf dem aus dem Kartenlesegerät ausgedruckten Beleg geleistet. Mit dieser Unterschrift hat er eine abgesicherte Zahlung, solange die Unterschrift auf dem Beleg mit der Unterschrift auf der Kreditkarte übereinstimmt.

Bei EC-Kartenzahlung, also dem elektronischen Lastschriftverfahren (ELV), gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen. Es kann, genau wie bei der Kreditkartenzahlung, zur Leistung einer Unterschrift kommen. Die andere Variante ist die Eingabe eines PIN-Codes durch den Kunden vor der Bestätigung der Transaktion durch den Issuer. Da hier das Zahlungsausfallrisiko geringer ist, kostet die Transaktion auch etwas mehr.

Die zuvor beschriebenen Abläufe geschehen in der Regel innerhalb weniger Sekunden, je nach Geschwindigkeit der Internetleitung oder Funkverbindung. Stationäre Kartenlesegeräte stellen die Verbindung für die Transaktion über eine Internetleitung her. Es gibt jedoch auch tragbare Kartenlesegeräte, die über eine SIM-Karte verfügen. Sie stellen eine Verbindung über Mobilfunk her und eignen sich besonders für Gastronomie und andere mobile Geschäfte.

Tipp: UnternehmerPortal empfiehlt Anbieter ohne Vertragsbindung und Mindestumsatz. Top Anbieter wie Checkoutportal Wirecard, Sumup oder iZettle entnehmen Sie der nachfolgenden Tabelle:

Sumup bietet Kartenzahlungs- systeme für unterwegs oder im Ladengeschäft.
  • ✓ keine monatlichen Fixkosten;
    0,95 % bei EC-Karten | 2,75 % bei anderen Karten und Rechnungen
  • ✓ Gerätepreis 39€
  • ✓ VISA, V PAY, mastercard, maestro, Apple Pay, Android Pay, American Express, kontaktlos
  • ✓ Erweiterung auf vollständiges
    Kassensystem möglich
$Free forever

iZettle bietet Kartenlesegeräte und Kassensysteme - ideal für kleine Unternehmen.
  • ✓ keine monatlichen Fixkosten;
    0,95 % bei EC-Karten | 2,75 % bei anderen Karten und Rechnungen
  • ✓ Gerätepreis 79€
  • ✓ VISA, V PAY, mastercard, maestro, Apple Pay, Android Pay, American Express, kontaktlos, VISA Electron, JBC, Samsung Pay, Union Pay
  • ✓ umfangreiches Zubehör für
    POS-Komplettlösung
$250 per month



Checkoutportal von Wirecard bietet mobile Terminals und weitere Services.
  • ✓ keine monatlichen Fixkosten;
    weitere Gebühren im Konfigurator
    abrufbar
  • ✓ Gerätepreis 99€
  • ✓ Zahlungsarten individuell
    auswählen und um Währungen
    erweitern
  • ✓ erweiterbar um stationäre und
    portable Terminals und weitere
    Premium-Dienste
$300 per month

Payment Service Provider (PSP) und Acquirer

Kartenlesegeräte bekommen Sie in der Regel vom Payment Service Provider (PSP) oder Acquirer, bei denen Sie die Geräte kaufen oder mieten, bzw. leasen können. Payment Service Provider und Acquirer bieten Ihnen auch die vertragliche Grundlage zur Kartenakzeptanz an, den Abschluss eines Kartenakzeptanzvertrags. Denn ein Kartenlesegerät ist letztendlich nur die Garage mit mehreren Parkplätzen für diverse bargeldlose Zahlungsarten, die darauf extra freigeschaltet werden müssen. Diese Freischaltung erfolgt per individueller VU-Nummer, die sie für jede einzelne Zahlungsart nach der Unterzeichnung des Kartenakzeptanzvertrags zugewiesen bekommen.

Über die reine Kartenakzeptanz hinaus können Sie bei Payment Service Providern auch Dienstleistungen rund um ihr Forderungsmanagement in Anspruch nehmen. Damit lässt sich das Zahlungsausfallrisiko reduzieren und ihre Liquidität sichern.

Kartenakzeptanzvertrag für Kreditkarten und EC-Karten

Ein Kartenakzeptanzvertrag schafft die vertragliche Grundlage für die Kartenzahlung in Ihrem Geschäft. Dieser beinhaltet die genauen Konditionen für die Gebühren für die Bereitstellung der bargeldlosen Zahlungsarten sowie für die Kosten für einzelne Transaktionen. Diese können je nach bargeldlosem Zahlungsmittel variieren.

Die Akzeptanz von Kreditkarten des Anbieters American Express kostet in der Regel mehr als die Akzeptanz von Kreditkarten der Anbieter Visa und Mastercard. EC-Karten sind die günstigsten und in Deutschland am weitest verbreiteten Zahlungsmittel.

Bevor ein Payment Service Provider einen Kartenakzeptanzvertrag mit Ihnen schließt, müssen Sie jedoch viele tiefgehende Informationen über Ihr Unternehmen preisgeben. Dazu zählt die Unternehmensstruktur, Angaben zu erwirtschafteten Umsätzen und weitere geschäftssensible Details. Darüber hinaus müssen Sie einen aktuellen Handelsregisterauszug einreichen.

Kassensysteme: Registrierkasse, Tablet-App oder Smartphone-App

In vielen Gewerben finden so genannte Kassensysteme Einsatz. Diese fügen sich aus unterschiedlichen elektrischen Geräten zusammen, die zur Abwicklung, Erfassung und Verarbeitung von Transaktionen am Point of Sale (POS) verwendet werden. Das Hauptgerät ist dabei meistens eine Registrierkasse, an die weitere Geräte wie Kartenlesegeräte, Thermobondrucker, Tastaturen, Barcodescanner und Monitore angeschlossen werden.

Durch die zunehmende Digitalisierung auch im Bereich der Zahlungsdienste und dem vermehrten Einsatz von Cloud-Lösungen, bei denen die Daten über Internetverbindungen direkt online verarbeitet werden, hat sich auch der Markt für Kassensysteme verändert.

So können in der Gastronomie nun alleine mit Tablets und Smartphones ganze Kassensystem-Anlagen ersetzt werden. Die Software von Anbietern wie Orderbird oder Gastrofix ist bereits so ausgereift und entspricht den deutschen steuerrechtlichen Anforderungen, dass damit der gesamte Kundenbesuch, von Reservierung über Bestellung bis hin zur Bezahlung und Kundenbindung abgebildet werden.

Auch im Einzelhandel positionieren sich innovative Zahlungsanbieter wie Sumup und Payleven, die sich als Payment Service Provider positionieren und Ihnen Smartphone-Apps und kleine Kartenleser, so gennante Dongles anbieten, die sie einfach an ihr Smartphone stecken können, bevor sie die Kundenkarte durchziehen und die Bezahltransaktion abwickeln.

Fazit: Kosten und Gebühren für Kartenzahlung bei Anbietern vergleichen

Wir raten Ihnen, einen Payment Service Provider zu wählen, der ein transparentes und faires Preismodell hat und alles aus einer Hand anbietet. Die folgenden Anbieter bieten professionelle Zahlungslösungen für den POS:

Checkoutportal Wirecard

iZettle

Sumup

Üblicherweise liegen die Kosten für die Kartenakzeptanz am POS in folgemdem Bereich:

EC-Karte: bis 2014 betrug die Gebühr einheitlich 0,3% des Zahlungsumsatzes, mind. jedoch 8 Cent. Im Jahr 2014 wurde diese Einheitsgebühr vom Kartellamt als wettbewerbswidrig eingestuft, weshalb seit dem die Gebühren frei verhandelt werden können.
Maestro (ausländische EC-Karten): in der Regel 0,95% des Zahlungsumsatzes.
Kreditkarten (z.B. American Express, Visa Kreditkarte, Mastercard Kreditkarte): 2-4% des Zahlungsumsatzes.

Hier finden Sie in Kürze eine Tabelle zur Übersicht und zum Vergleich der wichtigsten deutschen Payment Service Provider. Über diese können Sie Kartenzahlung anbieten, Kartenlesegeräte bestellen und Forderungsmanagement-Leistungen in Anspruch nehmen.

In der folgenden Anbieterübersicht zeigen wir Ihnen die vom UnternehmerPortal empfohlenen Paymentdienstleister:

Heidelpay ist einer der führenden Full-Service-Provider für Payment-Prozesse aus Deutschland.
  • ✓ E-Commerce, M-Commerce, POS, MOTO
  • ✓ Omni-Channel-Plattform
  • ✓ 200 internationale Bezahlarten
  • ✓ transparentes Preismodell
  • ✓ BaFin-Zertifizierung
$Free forever



Checkout Portal ist ein einfacher und komfortabler Online-Service für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Startups.
  • ✓ individuell konfigurierbar, für alle Marktplätze - europaweit
  • ✓ Multi-Channel Payment Gateway
  • ✓ 200 internationale Zahlungsnetze
  • ✓ transparentes Preismodell
  • ✓ Vollbanklizenz
$250 per month