Payment Service Provider Payment Service Provider| Bild: ©Kenishirotie | fotolia.com

Der starke Wettbewerb in Ladengeschäften und auch im E-Commerce stellt Händler und Dienstleister stets vor neue Herausforderungen. Zwar verzeichnet der Handel starken Zuwachs, doch um daran teilzuhaben, müssen Geschäfte und Online-Shops ihren Kunden einiges bieten. Der Konsument von heute erwartet nicht nur ein hochwertiges Waren-und Dienstleistungsangebot, sondern auch ein komfortables Abrechnungsverfahren. Hier kommen Payment Service Provider (PSP) ins Spiel, die Zahlungsarten in Online-Shops und Ladengeschäfte einbinden.

Kaufabbruch wegen Mangel an Bezahloptionen

Reichte es in den Anfangsjahren des Internethandels aus, seinen Kunden lediglich ein oder zwei Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, laufen Online-Anbieter heute Gefahr, dass Besucher ihres Shops den Einkauf abbrechen, wenn der Händler oder Dienstleister ihre bevorzugte Zahlungsweise nicht akzeptiert.

Als Betreiber eines Online-Shops oder stationären Geschäfts (POS), der Kunden die Zahlung per Kreditkarte und EC-Karte anbieten möchte, wird unter anderem benötigen ein gültiger Kartenakzeptanzvertrag benötigt, den Sie bei einem Acquirer abschließen können.

Tipp: Wir empfehlen Ihnen die Payment Service Provider Sumup und iZettle, wenn Sie Kreditkartenzahlung in Ihrem Geschäft anbieten möchten. Für die Abwicklung von Kreditkartenzahlungen in Ihrem Onlineshop empfehlen wir Ihnen das Checkoutportal des Anbieters Wirecard.

Bei einer im Jahre 2008 vom E-Commerce-Leitfaden durchgeführten und in der Publikation „Erfolgsfaktor Payment“ veröffentlichten Umfrage erklärten rund vier Fünftel der Befragten ihren Einkauf abzubrechen, wenn der Online-Händler als Zahlungsweise lediglich Vorkasse anbiete. Die Einführung der Abrechnung per Lastschrift und Kreditkarte senkte die Abbruchquote im Durchschnitt um etwa sechzig Prozent.

In der folgenden Anbieterübersicht zeigen wir Ihnen die vom UnternehmerPortal empfohlenen Paymentdienstleister:

Heidelpay ist einer der führenden Full-Service-Provider für Payment-Prozesse aus Deutschland.
  • ✓ E-Commerce, M-Commerce, POS, MOTO
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In der 2013 erschienenen zweiten Auflage von „Erfolgsfaktor Payment“ stieg der Anteil der Abbrecher auf knapp neunzig Prozent. Wer seinen Kundenstamm halten und neue Käufer hinzugewinnen möchte, kommt daher nicht umhin, eine breite Palette an Bezahloptionen anzubieten. Dies mag mit einigem Aufwand verbunden sein, stellt jedoch eine sinnvolle Investition in die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens dar. Auch Ladengeschäfte verlieren potenzielle Kunden durch fehlende Zahlungsarten.

Payment Service Provider als Schnittstelle zwischen Kunde und Händler

Am einfachsten lassen sich moderne Bezahlsysteme mithilfe eines Payment Service Providers (PSP) in das eigene Angebot integrieren. Diese Zahlungsdienstleister bieten in Deutschland diverse nationale und internationale Bezahlverfahren an. Ein PSP bildet die Schnittstelle zwischen Kunde, Händler und den beteiligten Finanzdienstleistern.

Online-Händler, die sich die Dienste eines PSP zunutze machen, ersparen sich eine Menge an Formalitäten und können darüber hinaus das Risiko von Zahlungsausfällen verringern. So führen manche Anbieter Bonitätsprüfungen durch, deren Ergebnis dem Online-Händler in Echtzeit übermittelt wird. Der kann dann entscheiden, ob er bestimmte Zahlungsmöglichkeiten wie den Kauf auf Rechnung für einen Kunden freischalten möchte.

Ein PSP, also Zahlungsanbieter, der nach modernen Standards arbeitet, stellt nicht nur Bezahlsysteme bereit, sondern übernimmt auch die in diesem Zusammenhang notwendige Datenverarbeitung. Somit obliegt es der Verantwortung dieses Zahlungsdienstleisters, sich um die Einhaltung der jeweils geltenden Standards und Sicherheitsvorschriften zu kümmern. Darüber hinaus bieten viele PSP Dienstleistungen und Lösungen im Umgang mit säumigen Zahlern an.

Aufwand und Nutzen abwägen

Bei der Wahl des PSP spielt neben dem Serviceangebot vor allem die Gebührenstruktur eine Rolle. Diese gilt es unbedingt zu berücksichtigen, wenn es darum geht, Aufwand und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Die Installation von Bezahlsystemen ist nicht ganz billig und Transaktions- sowie Bereitstellungsgebühren fallen in der Regel ebenfalls an.

Bei einem Vergleich der Anbieter empfiehlt sich zudem ein kritischer Blick auf deren sonstige Konditionen, unter anderem auch was Punkte wie Disagio oder den Einbehaltungszeitraum für an den Shop geleistete Zahlungen betrifft.

Welche Gebühren können bei Payment-Service-Providern anfallen?

Grundsätzlich sind die meisten Services für den Besteller kostenfrei. Der Händler übernimmt dann sowohl die fixen, als auch die variablen Transaktionsgebühren. Letzte können entweder pauschal oder prozentual berechnet werden. Diese liegen dann meist im Bereich von circa 1,5 – 3,0 Prozent des Transaktionswertes, können aber auch bis zu 9 Prozent betragen.

Die fixen Gebühren liegen meist bei circa 0,20 bis 1,00 Euro. Üblich ist darüber hinaus auch ein sogenanntes Disagio. Dieser Begriff deutet darauf hin, dass der Rechnungsbetrag abzüglich eines Einbezahltes ausgezahlt wird.

Für den Händler fallen bei Einrichtung eines solchen Systems meist einmalige Einrichtungs- und Setupgebühren an. Diese können Sie je nach System auf bis zu 500 Euro belaufen. Es gibt jedoch auch Anbieter, welche auf eine solche Gebühr verzichten. Außerdem verlangen viele Payment-Service-Provider monatliche Grund- oder Bereitstellungsgebühren. Wird eine Transaktionen vom Kunden oder vom Verkäufer storniert, verlangen die meistens PSPs eine Stornierungsgebühr.

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Grundsätzlich fahren die meisten Anbieter unterschiedliche Preismodelle. So gibt es beispielsweise Unternehmen, die eine hohe Grundgebühr, dafür jedoch nur eine sehr niedrige variable Rate verlangen. Diese eignen sich dann vor allem für Händler mit einer möglichst hohen Kundenanzahl.

Aufgrund der unterschiedlichen Preisgestaltung haben die Anbieter die Möglichkeit viele Kosten zu verstecken. Sie sollten daher die Konditionen für die verschiedenen Zahlungssysteme genau kennen, bevor sie sich für eines oder mehrere entscheiden.

Welche Payment-Service-Provider gibt es?

Zu den klassischen Zahlarten im stationären, als auch im Online-Handel zählen sowohl die Zahlung per Vorkasse und Nachnahme, als auch per Lastschrift und auf Rechnung. Welche alternativen Zahlungsarten Sie für Ihrem Shop außerdem anbieten können erfahren Sie hier:

Die meisten Online-Händler bieten eine Bezahlung mittels EC-Karte (Electronic Cash) an. Es handelt sich dabei um das Bezahlsystem der Deutschen Kreditwirtschaft. Daneben gibt es noch eine weitere, weit verbreitete Kartenzahlungsart: die Kreditkarte. Hierbei räumt die Bank, welche die Karte ausgestellt hat, dem Kunden einen kurzfristigen Kredit ein (bis zum Zeitpunkt der Abbuchung von dem hinterlegten Konto).

Wie auch die Zahlung mit EC-Karte ist die die Kreditkartenzahlung natürlich mit Kosten für den Online-Händler verbunden. Nähere erfahren Sie auf unseren Informationsseiten zu Electronic Cash und Kreditkarten.

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Spezialanbieter, welche Bezahldienstleistungen anbieten. Dazu zählt beispielsweise auch die Zahlung per Sofortüberweisung, welche sich mittlerweile sehr stark verbreitet hat. Hierbei wird der Käufer direkt auf das Interface seines Online-Banking-Accounts weiter geleitet und kann von dort aus die vorgegebene Überweisung tätigen.

Ähnlich funktioniert auch Amazon Payments. Hier logt sich der Kunde mit seinem Amazon-Konto ein und kann über die Benutzeroberfläche des Online-Händlers bezahlen. Die Beträge werden dann per SEPA-Lastschriftfahren von dem Konto des Bestellers abgebucht, welches bei seinem Amazon-Konto hinterlegt ist. Nähere Informationen erhalten Sie hier!

Wenn Sie ihre Online-Bestellung lieber bar bezahlen möchten, kein Problem! Diese, zunächst unwirklich klingende Bezahlalternative bietet der Zahlungsdienstanbieter barzahlen.de. Sie erhalten nach ihrem Einkauf einen Barcode zugesendet, entweder per E-Mail, SMS oder per Post. Mit diesem können Sie innerhalb eine bestimmten Frist zu jedem teilnehmenden Einzelhändler gehen (an diesem Programm neben mehrere große Lebensmittelmärkte teil, wie beispielsweise Rewe oder Penny) und dort nach einscannen des Barcodes mit Bargeld für ihre Online-Bestellung bezahlen.

Nicht nur für Online-Shops, auch für den stationären Handel geeignet ist das System von RatePAY. Wie der Name schon verrät wird den Kunden hier die Möglichkeit geboten ihren Online-Einkauf per Ratenkauf zu bezahlen. In das System ist eine automatische Bonitätsprüfung sowie eine Debitorenmanagement- und Inkasso-Funktion integriert. Der vollumfängliche Service ist jedoch nur für Online-Händler mit einem Mindestumsatz von 500.000 Euro und bei einem Einkaufswert von mindestens 200 Euro erhältlich. Die Laufzeit der Ratenzahlung kann zwischen 3 und 36 Monaten variiert werden. Erfahren Sie hier mehr.

Tipp: UnternehmerPortal rät Ihnen, einen Payment Service Provider zu wählen, der ein transparentes und faires Preismodell hat und alles aus einer Hand anbietet. Die folgenden Anbieter bieten professionelle Zahlungslösungen für den POS:

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Noch einige Tipps

Ein Online-Shop muss nicht unbedingt alle verfügbaren Zahlungsarten anbieten. Für einen Händler, dessen Sortiment auf die Zielgruppe Senioren ausgerichtet ist, erscheint die Einführung moderner Internet-Bezahldienste wie PayPal wenig sinnvoll. Ideal ist es, wenn ein PSP Shop-Betreibern die Möglichkeit bietet, Bezahloptionen kurzfristig hinzu zu buchen oder zu stornieren.

Online-Händler, die bestimmte Zahlungsweisen favorisieren können diese ihren Kunden durch die Gewährung von Sonderkonditionen schmackhaft machen. So lässt sich die Akzeptanz der beim Konsumenten in der Regel wenig beliebten Vorkasse steigern, wenn in Verbindung damit Skonto gewährt wird.

Fazit:

Online-Shops und Landegeschäfte, die Erfolg haben möchten, müssen heutzutage mehr Zahlungsarten anbieten als Vorkasse oder Überweisung nach Rechnungserhalt. Wer sich hier unflexibel zeigt, hat im Wettbewerb um Marktanteile das Nachsehen.

Sich selbst um ein vergrößertes Angebot an Zahlungsoptionen zu kümmern, bedeutet für Online-Händler und stationäre Geschäfte jedoch einen erheblichen organisatorischen und technischen Aufwand.

Ein PSP kümmert sich um die in diesem Zusammenhang zu erledigenden Aufgaben und stellt komfortable Lösungen bereit. Der nächste Beitrag zu diesem Thema wird sich eingehender mit der Kreditkartenzahlung befassen.