Jedes Unternehmen ist darauf bedacht, die Zahlungen seiner Kunden so schnell wie möglich einzutreiben. Gerade für Existenzgründer und kleine Betriebe ist das überlebenswichtig. Dabei hat es jeder Unternehmer selbst in der Hand, wie schnell seine Kunden zahlen, denn er kann die Zahlungsmodalitäten selbst bestimmen. Damit stellt er auch die Weichen für die Buchhaltung und das Mahnwesen. Die verschiedenen Zahlungsmodalitäten sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Zahlung im Voraus

Gerade im Onlinehandel, bei dem die Identität und damit auch die Bonität des Kunden kaum geprüft werden kann, ist die Zahlung per Vorkasse sehr beliebt. Anfangs wurde nach Eingang der Bestellung eine Mail mit den Bankdaten verschickt, der Händler wartete dann mit dem Versand bis zum Verbuchen der Zahlung. Inzwischen haben die Kreditinstitute schnellere Zahlmöglichkeiten entwickelt, wie zum Beispiel die Sofortüberweisung. Auch die Anwendung des Lastschriftverfahrens ist möglich. Bewährt hat sich die Zusammenarbeit mit PayPal, hier fallen jedoch für den Händler Gebühren an. Vorteile der Vorauskasse ergeben sich durch die schnelle Verfügbarkeit des Geldes und der geringe Verwaltungsaufwand. Das komplette Mahnwesen entfällt, niemand braucht sich Gedanken machen, wie Vorlagen für Mahnungen aussehen müssen und welche Schritte für ein richtiges Mahnen notwendig sind.

Zahlung bei Übergabe, bei Lieferung

Über viele Jahrhunderte war die Zahlung bei Übergabe der Ware oder bei Ausführung der Leistung die gebräuchlichste Art des Handelns. Auch heute ist sie natürlich im Einzelhandel noch üblich. Doch mit der Ausweitung des Handels auf überregionale Märkte ging die Bedeutung der Barzahlung zurück. Sie zeichnet sich durch einen geringen Verwaltungsaufwand aus. Lieferanten können innerhalb kurzer Zeit über das Geld der Kunden verfügen. Der Buchhaltungsaufwand ist gering, Kenntnisse über richtiges Mahnen und Vorlagen für Mahnungen sind nicht nötig.

Zahlung auf Rechnung – mit oder ohne Zahlungsziel

In der modernen Wirtschaft ist die Lieferung per Rechnung die beliebteste Zahlungsart. Das gilt vor allem zwischen gewerblichen Vertragspartnern. Unternehmen müssen  Rechnungen erstellen, eine Debitorenbuchhaltung aufbauen und den Geldeingang genau nachverfolgen. Dabei werden den Kunden Zahlungsziele eingeräumt, meist zwischen 10 und 30 Tagen. Innerhalb dieser Frist wird ihnen ein zinsloses Darlehen eingeräumt. Unternehmen müssen daher ihre Lieferungen bzw. Leistungen vorfinanzieren und das auch in der Kalkulation ihrer Produkte berücksichtigen.

Zu dem Aufwand gehört auch die Einrichtung eines Mahnwesens. Vorlagen für Mahnungen aus dem im Internet erleichtern die Arbeit. Richtig mahnen sichert dann die Zahlungseingänge, wenn die Schuldner säumig werden.

Fazit: Zahlungen auf Rechnung – egal ob mit oder ohne Zahlungsziel – binden erhebliche finanzielle Mittel und erfordern einen hohen Verwaltungsaufwand. Daher sollte jedes Unternehmen seine Kunden genau kennen, denen es diese Zahlungsmöglichkeit einräumt.