Factoring Factoring | Bild: ©CrazyCloud | Fotolia.com

Die Anzahl der Freiberufler und Selbstständigen in Deutschland wächst kontinuierlich. Aktuell sind bereits 1,3 Millionen Menschen selbstständig tätig. Viele von ihnen haben mit langen Zahlungszielen, Forderungsverzug oder gar -ausfall ihrer Kunden zu kämpfen. Oftmals kommt es deswegen zu einem ungewollten Liquiditätsengpass. Denn monatliche Fixkosten müssen dennoch gedeckt werden. Der Aufbau von Liquiditätsreserven fällt schwer. Kontinuierliche Liquidität ist für Freiberufler und Selbstständige aber unverzichtbar. Abhilfe kann hierbei die Rechnungsvorfinanzierung, auch Factoring genannt, schaffen.

Unechtes und echtes Factoring – die Unterschiede

Bei der Auswahl des geeigneten Dienstleisters sollten Unternehmer darauf achten, welche Art von Factoring von dem Dienstleister angeboten wird. Dabei ist grundsätzlich zwischen echtem und unechtem Factoring zu unterscheiden. Einige Anbieter führen nur sogenanntes unechtes Factoring in ihrem Produktportfolio. Der Unternehmer sollte sich daher im Vorhinein überlegen, ob für seine Zwecke unechtes oder echtes Factoring passend ist und seinen Dienstleister danach auswählen.

Beim unechten Factoring obliegt das Risiko des Forderungsausfalles komplett beim Unternehmer, welcher die Rechnungen an das Factoringinstitut einreicht. Hierbei handelt es sich um ein reines Kreditgeschäft. Die Unterstützung erfolgt in erster Linie durch die Bereitstellung von Liquidität und die mögliche Übernahme des betrieblichen Mahnwesens.

Sollte es jedoch zu einem Forderungsausfall kommen, muss der vorfinanzierte Betrag zuzüglich Zinsen selbst zurückerstattet werden. Auch wird das Risiko nicht durch die Übernahme des Mahnwesens im Vergleich zu einer eigenständigen Forderungsabwicklung verringert. Neben dem Ausfallrisiko sollte zudem beachtet werden, dass nur beim echten Factoring ein Risikotransfer stattfindet.

Dies ist beim unechten Factoring nicht gegeben. Folglich scheiden die Forderungen nur beim echten Factoring aus der Bilanz des Unternehmens aus. Somit wird die Bilanzsumme verkürzt und die Bonität des Unternehmens verbessert.

Full Service Factoring als Allzweckwaffe

Für Freiberufler und Selbstständige, die sich voll und ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren möchten und das Forderungsmanagement komplett outsourcen möchten, kann sich das Full Service Factoring lohnen. Dieses bietet nochmals erweiterte Leistungen, die den Unternehmer entlasten. Im Full Service Factoring sind neben der Sicherung von sofortiger Liquidität zudem das betriebliche Mahnwesen sowie der Forderungsausfallschutz enthalten. Ein solcher Anbieter ist beispielsweise der Online Factoring Service Rechnung48, welcher speziell für Freiberufler und Selbstständige entwickelt wurde.

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Fazit: Echtes oder unechtes Factoring – genau hinschauen lohnt sich

Ob ein Dienstleister echtes oder unechtes Factoring anbietet, ist oftmals auf den ersten Blick nicht erkennbar. Daher ist es für den Unternehmer wichtig, bei dem Leistungsumfang des Anbieters genau hinzusehen und dabei am besten verschiedene Anbieter zu vergleichen.

Schlussendlich hängt es von den Bedürfnissen des Unternehmers ab, für welchen Umfang der Dienstleistung er sich entscheidet – unechtes Factoring, echtes Factoring oder Full Service Factoring. Für Unternehmer, die kein eigenes Forderungsmanagement betreiben möchten oder können, bietet das weiter reichende Full Service Factoring eine sehr nützliche Unterstützung.

Autor: Miriam Körner, Elbe Finanzgruppe GmbH