forderungsverkauf Forderungsverkauf | © Roman Synkecych | unsplash.com

Ein aktives Management der Forderungen an Kunden ist einer der wichtigen Aufgaben der Unternehmensführung. Kennzahlen der Liquidität sowie der durchschnittlichen Höhe der Kundenforderungen gehören zum regelmäßigen Reporting an Investoren und Kreditinstitute. Sie fließen in die Bonitätsbewertung des Unternehmens ein und bestimmen damit seine Kreditwürdigkeit und die Zinshöhe. Der Forderungsverkauf bietet ebenfalls einige Vorteile.

Doch der Aufbau eines effektiven Mahnwesens und das ständige und zeitnahe Verfolgen der offenen Posten erfordern Zeit und erzeugen Kosten. Richtig mahnen will gelernt sein, auch wenn Vorlagen für Mahnungen relativ schnell erstellt werden können. Interessant sind daher Angebote für den Forderungsverkauf, auch Factoring genannt, durch externe Dienstleister.

Tipp: Mit Factoring übertragen Sie Forderungen an professionelle Zahlungsdienstleister und kommen so schneller an Ihr Geld. Wir empfehlen Ihnen den Factoring-Anbieter aifinyo. Wenn es schon zu spät ist, und die Forderung aussteht, empfehlen wir Ihnen den kostenlosen Inkasso-Service von aifinyo.

Factoring als Auslagerung des Mahnwesens

Beim Factoring werden die gesamten oder Teile der offenen Forderungen des Betriebes an eine Factoringgesellschaft verkauft. Nach dem Forderungsverkauf hat das Unternehmen in der Regel nichts mehr mit seinen Forderungen zu tun. Kein Gedanke muss mehr daran verschwendet werden, wie man richtig mahnt. Das gesamte Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen übernimmt die Factoringgesellschaft.

Organisation des Factorings

Der Ablauf des Forderungsverkaufs wird in einem Vertrag zwischen den beiden Partnern geregelt. Mit einer Aufstellung aller offenen Posten einschließlich der Stammdaten der Kunden zeigt das Unternehmen alle Forderung an, die es abtritt.

Das Factoringunternehmen überprüft die Bonität der Kunden. Meist behält es sich vertraglich vor, Forderungen auch abzulehnen, wenn der Kunde nicht kreditwürdig ist. Der Betrieb erhält dann einen großen Teil seiner Forderungen bezahlt.

Die ausstehende Differenz wird meist erst dann überwiesen, wenn auch der Kunde an den Factor bezahlt hat. Für ihren Aufwand und vor allem auch für die Übernahme des Ausfallrisikos berechnet die Factoringgesellschaft Gebühren. Zwischen zwei und fünf Prozent der Forderungshöhe müssen hier einkalkuliert werden.

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Vorteile des Forderungsverkaufs

Größter Vorteil ist die schnelle Verfügbarkeit der Kundenzahlung. Damit wird die Liquidität des Unternehmens entscheidend verbessert. Neben der positiven Auswirkung auf die Bilanz und der daraus errechneten Kennzahlen können so Dispositionszinsen eingespart und Skonti bei Lieferanten gezogen werden.

Verwaltungskosten werden eingespart, denn die Debitorenbuchhaltung wird kleiner. Factoringunternehmen beschäftigen außerdem neben ausgebildeten Fachkräften, die richtig mahnen und gute Vorlage für Mahnungen formulieren können, auch Rechtsanwälte. So wird keine weitere Zeit verschwendet, wenn säumige Kunden trotz Mahnung nicht zahlen.

Beim Forderungsverkauf auf Kosten-Nutzen-Verhältnis achten

Eine Kostenersparnis bringt der Forderungsverkauf natürlich nur, wenn die Einsparungen in der Verwaltung nicht durch die Gebühren des Vertrages wieder aufgefressen werden. Unternehmen müssen auch daran denken, dass sie die Forderungen ihrer Kunden verkaufen – Kunden, die sie mühsam geworben und mit ihrer Leistung überzeugt haben.

Prüfen Sie daher die Vorlage einer Mahnung, um sich von einem freundlichen Ton des Factoringpartners zu überzeugen. Fordern Sie Referenzen, bevor Sie den Factoringvertrag unterzeichnen.

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