Betriebsmittel-Leasing stellt für Unternehmensgründer eine lukrative Form Möglichkeit dar, ihre Firma mit notwendigem Equipment auszustatten, ohne dafür zusätzliche Kredite aufnehmen zu müssen. Die Liste der Objekte die auf Leasing-Basis angeboten werden ist äußerst umfangreich und beschränkt sich keineswegs auf Fahrzeuge wie Dienstwagen oder Firmen-LKW.

Tatsächlich erstreckt sich das Angebot auf viele Objekte, darunter auch Produktionsmittel wie Maschinen oder Computeranlagen. Gerade bei teuren Maschinen stellt sich für viele Existenzgründer die Frage, ob sich das für deren Anschaffung eingesetzte Kapital innerhalb eines überschaubaren Zeitraums amortisieren wird. Andere Unternehmer sind vielleicht gar nicht in der Lage, die erforderliche Summe aufzubringen.

Beispiel Druckmaschinen-Leasing

Druckmaschinen sind in der Anschaffung recht kostspielig. Der Kauf bindet eine Menge Kapital und birgt den Nachteil, dass die Maschine aufgrund der voranschreitenden technischen Entwicklung innerhalb weniger Jahre als veraltet gilt. Ein späterer Verkauf wird daher aller Voraussicht nach nicht mehr viel einbringen. Folglich empfiehlt sich hier der Abschluss eines Operative-Leasing Geschäfts, bei dem der Leasing-Nehmer in der Regel zwar höhere Monatsraten als beim Restwert-Leasing bezahlt, im Gegensatz dazu aber nicht zum Erwerb der Maschine verpflichtet ist.

Hardware-Leasing und Software-Leasing

Gerade im Computerbereich schreitet die technologische Entwicklung derart rasant voran, dass Neuanschaffungen schneller veralten als sich zu amortisieren. Nicht nur Hard-, sondern auch Software kann auf Leasing-Basis erworben und somit genutzt werden. Für Betriebe, die sich den Kauf umfangreicher Programme nicht leisten können, bietet Leasing die Option, sich diese Software doch nutzbar machen zu können. Gerade bei modular aufgebauten Programmen lohnt es sich, Leasing in Betracht zu ziehen. Mag diese Software in der Basisversion zwar erschwinglich sein, lässt sie doch in der Regel viele Funktionen vermissen, die erst mit teuren Erweiterungsmodulen verfügbar sind. Deren Anschaffung übersteigt jedoch häufig die finanziellen Möglichkeiten kleiner und auch mittelständischer Betriebe.

Leasing von Nutzungsrechten

Auch nicht-stoffliche Produkte wie Patente oder Urheberrechte können geleast werden. Häufig geschieht dies im Rahmen einer Sale-and-Lease-Back Variante, bei der das Leasing-Objekt zunächst verkauft und dann vom Verkäufer wieder geleast wird. Dieses Modell eignet sich besonders für die befristete Übertragung von Nutzungsrechten und eröffnet Finanzierungsmöglichkeiten ohne Aufnahme von Fremdkapital.

Leasing nicht gleichbedeutend mit Miete

Leasing mit Miete gleichzusetzen, wird dem Thema nicht gerecht. Zwar überlässt der Leasing-Geber dem Nehmer das jeweilige Objekt gegen Zahlung einer monatlichen Rate zur Nutzung, doch damit enden bereits die Gemeinsamkeiten. Denn anders als bei einem Mietvertrag, fungiert der Leasing-Geber nicht als Vermieter und muss daher auch nicht für Instandhaltung, Reparaturen und andere Objektrisiken aufkommen. All dies fällt hier meist dem Leasing-Nehmer zu. Wie bei anderen Übereinkünften, herrscht auch beim Leasing Vertragsfreiheit. Daher lohnt es sich zu verhandeln und Angebote zu vergleichen.
Häufig sind Produzent bzw. Verkäufer und Leasing-Geber nicht identisch. Das kann für den Leasing-Nehmer Nachteile mit sich bringen, wenn das geleaste Objekt nicht wie gewünscht funktioniert. In so einem Fall muss sich der Leasing-Nehmer womöglich selbst mit dem Hersteller/Verkäufer hinsichtlich der Einlösung von Garantie- oder Gewährleistungsansprüchen auseinandersetzen. Selbst in dem Zeitraum, wo es hier zu keiner Einigung kommt und das Leasing-Objekt nicht genutzt werden kann, muss der Leasing-Nehmer die vertraglich vereinbarten Raten an den Leasing-Geber weiter zahlen.

Informieren und Vorteile nutzen

In Zusammenhang mit Leasing gibt es eine ganze Reihe von steuerlichen Regelungen. Wer sie kennt und zu nutzen versteht, kann sich bzw. seinem Unternehmen damit eine Menge Geld sparen. Dieses Thema ist bei weitem zu umfangreich, als dass es hier erörtert werden könnte. Es sei nur kurz darauf hingewiesen, dass es in diesem Zusammenhang auch um Fragen der Bilanzierung und unterschiedliche Möglichkeiten der Abschreibung geht. Was diese Bereiche betrifft, empfiehlt sich eine ausführliche Beratung von kompetenter Seite.

Fazit:

Betriebsmittel-Leasing versetzt auch kapitalschwächere Existenzgründer in die Lage, ihr Unternehmen mit den nötigen Produktionsmitteln auszustatten. Insbesondere kleinen und mittelständischen Betrieben bietet Leasing die Möglichkeit, ihre Waren und Dienstleistungen dem neuesten Standard entsprechend anzubieten, um sich auf dem Markt zu behaupten. Drehten sich die bisherigen Beiträge vorwiegend um Themen, die eher in die Startphase einer Unternehmensgründung fallen, werden sich die nächsten zwei Artikel mit der Unternehmensnachfolge beschäftigen.