SEPA Lastschriftverfahren SEPA Lastschriftverfahren | Bild: © hainichfoto | Fotolia.com
Das europäische Zahlungsverkehrssystem SEPA (Single European Payment Area, Einheitlicher Europäischer Zahlungsverkehrsraum) wird seit August 2014 im Geschäftsverkehr bei bargeldlosen Zahlungen in Euro ausnahmslos eingesetzt. Verbraucher dürften die bisherigen Überweisungs- und Lastschrift-Verfahren allerdings bis zum Ablauf einer Übergangsfrist bis Februar 2016 nutzen. Zum SEPA-Raum gehören alle 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie sechs weitere Staaten (Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein, Monaco und San Marino).

Rechtsgrundlage von SEPA ist auf europäischer Ebene die EU-Zahlungsverkehrs-Richtlinie 260/2012, die durch das Europäische Parlament und den Europäischen Rat im März 2012 beschlossen wurde. Die Umsetzung der EU-Richtlinie in nationales Recht erfolgte in Deutschland durch das am 8. April 2013 in Kraft getretene SEPA-Begleitgesetz, das auch die Nutzung von Übergangsfristen vorsieht, die durch die SEPA-Richtlinie optional zugelassen wurden. So dürfen Unternehmen das „Elektronische Lastschriftverfahren“ (ELV) bis zum 1. Februar 2016 weiterhin nutzen.

Die technische Ausgestaltung von SEPA-Lastschriften und SEPA-Überweisungen erfolgte durch die sogenannten „Rulebooks“, die vom „European Payments Council“ ausgearbeitet wurden. Das European Payments Council ist das für alle SEPA-Angelegenheiten zuständige Koordinierungs- und Entscheidungs-Organ der europäischen Finanzwirtschaft. Finanzdienstleister, die ihren Kunden SEPA-Zahlungsverfahren anbieten wollen, müssen zunächst das SEPA-Regelwerk durch ein „Adherence Agreement“ anerkennen.

Welche Änderungen im Zahlungsverkehr bringt das SEPA-Verfahren mit sich?

Das SEPA-Verfahren ermöglicht eine Beschleunigung und Vereinfachung des innereuropäischen Euro-Zahlungsverkehrs. Zu diesem Zweck stehen die internationale Kontonummer IBAN und der Internationalen Bankleitzahl BIC zur Verfügung. Die vollautomatische Abwicklung des Euro-Zahlungsverkehrs stärkt die Funktionsfähigkeit der europäischen Binnenmarktes und erleichtert grenzüberschreitende unternehmerische Aktivitäten innerhalb Europas.

Sie können als im SEPA-Raum tätiger Unternehmer – unabhängig von Ihrem Firmensitz – sämtliche bargeldlosen Euro-Zahlungen sowie Ihre Kontoführung und das Cash Management nunmehr nach einheitlichen Verfahren effizient und sicher steuern. SEPA ermöglicht es Ihnen, nicht nur Ihren deutschen, sondern den gesamten bargeldlosen Euro-Zahlungsverkehr nach Ihrer Wahl über dasjenige europäische Kreditinstitut abzuwickeln, das Ihnen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bietet. Als Firmenkunde profitieren Sie von einem tendenziell verstärkten Kosten- und Leistungswettbewerb der im SEPA-Raum ansässigen Zahlungsverkehrs-Institute.

Welche Auswirkungen hat die Einführung des SEPA-Verfahrens?

Wenngleich der SEPA-Zahlungsverkehr mittel- und langfristig einen wichtigen Beitrag zur Belebung des europaweiten Handels leisten und damit zusätzliche Marktchancen eröffnen wird, so sind doch kurzfristige Auswirkungen von SEPA auf Liquidität und Bonitätsbewertung von Unternehmen nicht auszuschließen:

  • Die Rückgabefrist für Lastschriften beträgt unter SEPA acht Wochen – gegenüber sechs Wochen im bisherigen System. Das Kreditrisiko Ihrer Bank (Lastschriftobligo) weitet sich daher um ein Drittel aus. Möglicherweise erhalten deshalb einzelne Unternehmen bei ihren Hausbanken geringere Barkreditlinien.
  • Da nach den SEPA-Regeln Lastschriften zunächst avisiert werden müssen, erfolgt ihre Einlösung mit einer (gegenüber dem bisherigen Zahlungsverkehrssystem) viertägigen Verspätung. Somit steht Ihnen als Zahlungsempfänger Liquidität aus einem Lastschrift-Zahlungseingang entsprechend später zur Verfügung.
    Insbesondere Unternehmen, die in starkem Umfang Lastschrifteinzüge tätigen, sind daher auf einen etwas höheren Liquiditätsspielraum angewiesen.

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