Visa-Karte | Bild: ©Ivan Kruk | fotolia.com

In Deutschland zählt die Visakarte zu den bekanntesten und am meisten genutzten Kreditkarten, sowohl im Einzel- als auch im Onlinehandel. Dabei werden die kleinen Plastikhelfer oft von der kontoführenden Bank ausgegeben. Das Kürzel VISA steht für „Visa International Service Association“. Visa selbst ist keine Bank- und dennoch vertrauen Millionen Kunden auf der ganzen Welt dem Unternehmen.

Das steckt hinter Visa

Die National BankAmericard Inc. (NBI) wurde in Amerika im Jahr 1970 gegründet, Gründungsmitglieder der Aktiengesellschaft waren 243 Banken. 1976 wurde das Unternehmen in VISA umbenannt. In Deutschland gab die Bank of American bis zum Jahr 1987 exklusiv die Visakarten heraus, dann übernahmen die spätere Santander Direkt Bank AG die Anteile an Visa. Inzwischen wurden weitere deutsche Kreditinstitute Mitglied bei Visa, darunter die Postbank und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband. Aus der Neuorganisation von Visa ging dann im Jahr 2007 Visa Europe als selbständige Unternehmenseinheit hervor. Heute sollen in Europa mehr als 450 Millionen Visakarten im Umlauf sein.

Mit Visa zahlen Kunden weltweit bargeldfrei

Inhaber einer Visakarte können Geldgeschäfte weltweit und rund um die Uhr erledigen, in Geschäften, im Internet oder am Telefon. Dafür bietet das Unternehmen seinen Kunden verschiedene Produkte an:

– Kreditkarten,
– Bankkarten auf Guthabenbasis (sogenannte Debitkarten),
– Prepaidkarten,
– Business Cards und
– Virtuelle Karten speziell für den Onlineeinkauf.

Die kleinen Plastikkarten werden heute in mehr als 200 Ländern und Regionen akzeptiert. Das Unternehmen selbst nennt 38 Millionen Akzeptanzstellen und über 2 Millionen Geldautomaten für Visakarten. Die Sicherheit der Bezahlvorgänge liegt Visa sehr am Herzen. Das Unternehmen ist aktiv an der Entwicklung moderner Zahlsysteme, wie dem kontaktlosen Bezahlen oder Bezahlen mit dem Handy, beteiligt.

Hauptprodukt von Visa sind Kreditkarten

Mit dem Markteintritt in Europa und Deutschland wuchs auch in unserem Land die Akzeptanz der Kreditkarten. Dabei gibt Visa unterschiedliche Karten heraus. Die klassischen Kreditkarten sind mit einem Kreditlimit ausgestattet, in der Regel wird der in Anspruch genommene Betrag einmal im Monat dem angegebenen Girokonto belastet. Die Premiumkarten Gold, Platinum, Infinite und Signature bieten ihren Inhabern weitere Vorteile wie Vergünstigungen bei Hotel- und Flugbuchungen, Reiseversicherungen und Rückvergütungen. Kreditkarten lassen sich auch mit einer Teilzahlungsfunktion verbinden, dann wird monatlich nur ein festgelegter Betrag dem Girokonto belastet. Für die Nutzung einer Visa Prepaidkarte muss vorher ein Guthaben eingezahlt werden. Diese Karten werden schon an Jugendliche ab 12 Jahren ausgegeben.

Visakarteninhaber genießen viele Vorteile

Wer viel in der Welt unterwegs ist, der kennt die Vorteile einer Visakarte ganz genau. Die große Anzahl der Akzeptanzstellen und Geldautomaten weltweit vereinfacht die Bargeldversorgung und den Einkauf in vielen Ländern. Durch den Einsatz der Plastikkarte entfällt der Umtausch großer Bargeldmengen. Alle Zahlungen werden tagesaktuell von der Landeswährung in die eigene Währung umgerechnet. Gezahlt werden kann auch im Internet und natürlich auch in einheimischen Geschäften. Die ausgebenden Kreditinstitute gewähren ihren Kunden einen zinslosen Kredit, wenn sie die Beträge der Kartenabrechnung erst zu einem späteren Termin einziehen. Bei Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen sind die Karten sicher. Ein Verlust sollte natürlich sofort dem Kundenservice mitgeteilt werden. Die Kreditkarte Visa Classic wird von vielen deutschen Banken kostenfrei angeboten.

Auch Händler profitieren von der Visakarte

Händler, die ihren Kunden die Zahlung mit der Visakarte anbieten, zeigen Professionalität und Zeitgeist. Außerdem locken sie auch internationale Käufer in die Geschäfte. Untersuchungen zum Einkaufsverhalten zeigen, dass der Umsatz je Einkauf höher ist, wenn der Kunde statt mit Bargeld mit der Karte zahlt. Außerdem erspart sich der Händler auch Aufwand im Verkaufsprozess, das Bezahlen geht schneller und das Bargeld muss nicht mehr eingezahlt werden. Der Verkäufer wird jedoch mit einer Gebühr für jede Transaktion belastet, zur Zeit liegt sie bei 0,3 Prozent des Umsatzes.

Die Visakarte wird sich behaupten

Die verschiedenen Visakarten trugen in den letzten Jahren entscheidend dazu bei, dass in Deutschland die Akzeptanz der Kreditkarten stieg. Sie bewähren sich vor allem im internationalen Geldverkehr, bei Reisen und bei Flugbuchungen. Immer häufiger werden sie auch im Onlinehandel eingesetzt. Kunden honorieren den hohen Sicherheitsstandard im Bezahlprozess. Auch Gewerbetreibende vor Ort profitieren, locken sie doch auch ausländische Kunden an, wenn sie im Geschäft mit der Visakarte bezahlen können.