unternehmensverkauf Unternehmensverkauf | © Drew Beamer | unsplash.com

Nachlassende Schaffenskraft und Endlichkeit der eigenen Existenz sind Themen, die häufig verdrängt werden. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Frage der Unternehmensnachfolge in vielen Fällen erst spät aufgegriffen wird. Dann stellt sie sich meist umso dringender, was für den bisherigen Firmeneigentümer die Notwendigkeit mit sich bringt, eine schnelle Lösung herbeizuführen. Für Korrekturen übereilt gefällter Entscheidungen bleibt dann jedoch kaum noch Zeit.

Fünf Jahre Vorlaufzeit für Unternehmensverkauf

Wenn man bedenkt, dass Fachleute für die Vorbereitung eines Unternehmensverkaufs bzw. einer Unternehmensnachfolge einen Zeitraum von fünf Jahren empfehlen, erscheint eine rechtzeitige Planung nur sinnvoll. Unter anderem gilt es zu klären, ob das Unternehmen von heute auf morgen völlig aus der Hand gegeben oder doch lieber eine Übergangsphase vereinbart werden soll, während der der Alteigentümer noch an Entscheidungen beteiligt ist. Unternehmensbörsen sind eine gute Anlaufstelle, um sich Informationsmaterial zum Thema zu beschaffen. Bei nexxt-change handelt es sich unter anderem um das Bundeswirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern. Sie ist nicht die einzige Einrichtung dieser Art, soll hier jedoch stellvertretend für andere Unternehmensbörsen stehen.

Frühzeitig zu klärende Fragen bei Unternehmensverkauf

Zu den Punkten, die im Vorfeld einer Übergabe des Unternehmens geklärt sein sollten, gehören neben der Regelung von Erbschaftsansprüche auch steuerrechtliche Fragen. Für beide Punkte empfiehlt sich die Einholung fachkundigen Rats. Darüber hinaus ist es sinnvoll, eine Schätzung des Unternehmenswerts von neutraler Seite aus vornehmen zu lassen. Da gerade in diesem Punkt die Meinungen interessensbedingt häufig weit auseinander liegen. Es ist nur verständlich, dass ein Senior-Eigentümer seine Lebensleistung gewürdigt haben möchte. Allerdings verstellt der Blick auf die mit dem Aufbau und der Leitung des Betriebs verbundenen Anstrengungen mitunter die Sicht auf die realen Gegebenheiten des Marktes. Sich zumindest zeitweise die Erwartungen des potentiellen Nachfolgers zu eigen machen, stellt eine gute Vorbereitung für anschließende Verhandlungen dar. Wird der Käufer der Firma mit dem Unternehmen genug erwirtschaften, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können? Welches Alleinstellungsmerkmal macht den Betrieb für den Interessenten attraktiv? Oder: Besteht ein Zeitrahmen für die Übergabe des Unternehmens in dem der endgültige Austritt des Alteigentümers festgelegt ist?, sind Fragen, auf die an einer Übernahme interessierte Geschäftspartner sich Antworten erhoffen werden.

Unternehmensverkauf auch für junge Unternehmer relevant

Übrigens spricht nichts dagegen, sich auch als junger Unternehmer mit der Regelung der eigenen Nachfolge zu beschäftigen. Gegen Unfall und Krankheit ist niemand gefeit und schon aus diesem Grund ist es sinnvoll jemanden zu bestimmen, der die Geschäfte zumindest übergangsweise in die Hand nehmen kann. Schließlich fallen Fixkosten und zu entscheidende Angelegenheiten auch dann an, wenn der Chef für längere Zeit verhindert ist.
Auch mit dem Szenario, das Unternehmen verkaufen zu müssen oder zu wollen, sollte man sich frühzeitig beschäftigen. Wenn der Zeitpunkt für den Unternehmensverkauf kommt – sei es aus Notwendigkeit oder aus freier Entscheidung – wird es sich enorm hilfreich erweisen, dass grundlegende Aspekt für das Unternehmen verkaufen bereits durchdacht worden sind.

Kein Erbe: Richtigen Nachfolger auf Unternehmensbörsen finden

In vielen Betrieben ist die Nachfolgefrage nicht geregelt, weil kein Erbe vorhanden ist, der das Unternehmen in die nächste Generation führt oder führen möchte. Hier macht sich einerseits der demographische Wandel stark bemerkbar und andererseits die Tatsache, dass im Gegensatz zu früheren Zeiten die nachfolgende Familiengeneration heutzutage oftmals kein Interesse am Weiterführen des Betriebs hat und liebe eigene Karrierepfade beschreitet. So kommt es immer häufiger vor, dass ein Firmennachfolger von außen gesucht werden muss. Portale wie nexxt-change oder die Deutsche Unternehmerbörse (DUB) haben es sich zur Aufgabe gemacht, Nachfolger suchende Unternehmenseigner und Kaufinteressenten zusammenzubringen. Die Gründung dieser Börsen geht in der Regel auf die Initiative von Wirtschaftsverbänden und öffentliche Institutionen zurück.

Unternehmensbörse nexxt-change als Informationsfundgrube

Die IHK Unternehmensbörse nexxt-change bietet den in Zusammenhang mit ihrer Börse stehenden Service gratis an. Die Nutzung dieser Unternehmensbörse steht nur für Transaktionen mit Nachfolgebezug zur Verfügung. Gesuche und Angebote dürfen sich demnach nur auf den Erwerb bzw. die Veräußerung eines Betriebs im Rahmen einer Unternehmensnachfolge beziehen. Unternehmer, die einen Nachfolger suchen können daher sicher sein, über nexxt-change von ernsthaften Interessenten kontaktiert zu werden. Da Erstkontakte ausschließlich schriftlich unter Chiffre vonstatten gehen, bleibt die Anonymität bis zur Aufnahme direkter Gespräche geschützt. Die IHK-Unternehmensbörse nexxt-change ist eine wahre Fundgrube an Informationen zum Thema Unternehmensnachfolge und stellt eine Suchfunktion zur Verfügung, über die bei Bedarf kompetente Beratungsstellungen vor Ort ermittelt werden können. Als Regionalpartner gelten in diesem Zusammenhang unter anderem Handwerkskammern, Sparkassen, sowie Industrie- und Handelskammern.

Fazit

Auch wenn die Frage des Unternehmensverkaufs oder der Unternehmensnachfolge ein emotional belastendes Thema sein kann, sollte die Suche nach der Antwort beizeiten angegangen werden. Unternehmensbörsen leisten hier wertvolle Hilfestellung. So geseerät der Alteigentümer nicht unter Zugzwang und behält eine stärkere Verhandlungsposition. Der abschließende Beitrag zum Thema Unternehmensbörsen wird sich vor allem an diejenigen richten, die sich mit dem Gedanken tragen eine Firmennachfolge anzutreten.

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