IT-Haftpflichtversicherung IT-Haftpflichtversicherung

Die Haftung für schädigende Produkte kann deutlich über den Versicherungsumfang einer konventionellen Betriebshaftpflichtversicherung hinausgehen. Vor allem für Unternehmen, die nicht an Endkunden liefern, sondern an weiterverarbeitende Firmen, spielt daher die Produkthaftpflichtversicherung eine wichtige Rolle.

Betriebshaftpflichtversicherung bedarfsgerecht erweitern

Die enorme Bedeutung einer Betriebshaftpflichtversicherung resultiert aus der Unwägbarkeit des Haftungspotenzials: Kein Unternehmen kann vorhersehen, welche berechtigten Schadenersatzforderungen Dritter jemals zu bestreiten sind. Dabei kann es sich um Personen- oder Sachschäden, in einigen Fällen aber auch um reine geldwerte, also Vermögensschäden handeln.

Noch unübersichtlicher wird die Situation allerdings, wenn ein Unternehmen Produkte herstellt, importiert oder mit ihnen handelt, die zur weiteren Verarbeitung bestimmt sind: Führen diese Halbfertigzeuge nämlich zu Schäden, weil sie entweder bestimmte zugesagte Eigenschaften nicht erfüllen, erweitert sich die Haftung auch um vertragliche Bestandteile oder reine Vermögensschäden.

Versicherungsschutz nur über Produkthaftpflicht möglich

Ein Beispiel soll die komplexe Haftungssituation verdeutlichen: Ein Maschinenbauer produziert Maschinen zur Herstellung von Glasflaschen, die bestimmte Eigenschaften haben müssen. Diese Flaschen werden an den Getränkehersteller ausgeliefert, der seine Abfüllanlage damit bestückt. Da die Glasflaschen allerdings eine zu geringe Wandstärke aufweisen, platzen sie wegen des hohen Druckes beim Befüllen. Ein Arbeiter wird verletzt.

Die echten Betriebshaftpflichtschäden, also der Personenschaden und der Sachschaden, der aus dem bereits abgefüllten Wasser besteht, sind nicht das Problem – sie wären in jeder Betriebshaftpflicht versichert. Schwieriger wird es allerdings mit den Kosten, die bereits für die Rohstoffe sowie die Herstellung der Glasflaschen und des Mineralwassers angefallen sind. Diese reinen Kostenschäden lassen sich nur über eine spezielle Produkthaftpflichtversicherung abdecken.

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Problematik der Zuliefererbetriebe erfassen

Sobald also ein Unternehmen als Zulieferer für andere auftritt und zu diesem Zweck selbst produziert oder mit eingekauften Waren handelt, werden im Vorfeld bestimmte Produkteigenschaften vertraglich festgelegt. Werden diese nicht eingehalten und mangelhafte Produkte ausgeliefert, können immense Folgeschäden im weiterverarbeitenden Unternehmen verursacht werden.

Ebenso interessant für die Produkthaftpflicht können auch Arbeiten, Leistungen oder Montagen sein, die nicht entsprechend der Vereinbarungen ausgeführt werden. Diese Schäden sind der Sache nach keine Sachschäden dar, sondern reine Vermögensschäden – die in der Standard-Betriebshaftpflichtversicherung nicht gedeckt sind. Hier sind nämlich nur Vermögensschäden als Folge eines Sach- oder Personenschadens versichert. Aus diesem Grund wurde die Produkthaftpflichtversicherung in verschiedenen Bausteinen entwickelt, sodass sich das reelle Haftungsrisiko effektiv minimieren lässt.

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Als Grundlage ausführliche Betriebsbeschreibung nutzen

Nur eine ausführliche Risikoanalyse kann dafür sorgen, dass ein bedarfsgerechtes Versicherungspaket zusammengestellt wird. Entscheidend ist dabei, wann das Unternehmen seine Produkte in den Verkehr einbringt – dann muss die Haftung von der Produkthaftpflichtversicherung übernommen werden. Ein solcher Vertrag wird immer im Zusammenspiel mit einer Betriebshaftpflichtversicherung vereinbart und sollte auf der Grundlage einer detaillierten Beschreibung der Geschäftstätigkeit ausgearbeitet werden.

Da das Haftungspotenzial sehr komplex ist, empfiehlt sich etwas Aufwand bei der Recherche und dem Vergleich der unterschiedlichen Angebote. Erleichternd ist die Tatsache, dass die Versicherungswirtschaft für einzelne Branchen Bausteine entwickelt hat, die die typischen Risiken umfassend behandeln. Insbesondere bei der Produkthaftpflicht gilt allerdings, dass der Preis nicht das alleinige Kriterium bei der Auswahl sein sollte.

Fazit – Produkthaftpflichtversicherung im Detail prüfen

Als Erweiterung zur Betriebshaftpflichtversicherung befasst sich die Produkthaftpflicht mit den Schäden, die ein Unternehmen wegen mangelhafter Produkte oder Arbeiten den weiterverarbeitenden Firmen zufügt. Da es sich hierbei über die Personen- und Sachschäden hinaus auch um reine Vermögensschäden handelt, muss dieses Haftungspotenzial separat aufgefangen werden.

Vor allem Zuliefererbetriebe, die sich vertraglich auf bestimmte Eigenschaften ihrer Zwischenerzeugnisse, Arbeiten oder Leistungen festgelegt haben, sollten diese Erweiterung ins Auge fassen, um sich nicht einem exorbitanten finanziellen Risiko auszusetzen. Die Versicherungswirtschaft hat die Produkthaftpflichtversicherung in Modulen konzipiert, die sich branchenspezifisch bedarfsgerecht zusammenstellen lassen.

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