kostenlose kreditkarte Kostenlose Kreditkarte | © Pixabay | pexels.com

Eine jährliche Kreditkartengebühr? Zuzüglich Gebühren für das Abheben an Geldautomaten? Die Kreditkarte stellt für viele Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer einen zusätzlichen Kostenpunkt dar, der möglicherweise umgangen werden kann. Denn viele Anbieter bieten auch kostenlose Kreditkarten an. Ob die kostenlose Kreditkarte, kostenlos bleibt und worauf es dabei zu achten gilt, erläutern wir in diesem Ratgeber und geben Ihnen eine Handlungsempfehlung an die Hand.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kostenlose Kreditkarten sind auf dem ersten Blick kostenlos. Doch bei genauem Hinsehen entstehen versteckte Kosten.
  • Das Abheben von Bargeld ist einer von vier aufgeführten Vorteilen der kostenlosen Kreditkarte.
  • Kostenlose Kreditkarte bedeutet, dass keine jährliche Kontoführungsgebühr erhoben wird. Dies schließt Kosten per se nicht aus, denn wenn die Kreditkarte beispielsweise im Ausland zum Einsatz kommt und Fremdwährungsgebühren anfallen entstehen Kosten.

Kostenlose Kreditkarte

Die kostenlose Kreditkarte wird vermehrt von den verschiedensten Anbietern beworben. Doch verbergen sich bei einigen Angeboten, versteckte Kosten oder Gebühren. Mithilfe unseres Kreditkartenvergleichsrechners können Sie diese Anbieter identifizieren, vergleichen und das passende Angebot auswählen. Laut statista steigt die Nachfrage und Ausgabe von Kreditkarten seit 2009 stetig. Ob eine kostenlose Kreditkarte aber wirklich kostenlos ist, wird erst bei genauem Hinsehen deutlich. Immer mehr Anbieter werben mit der kostenlosen Kreditkarte. Einige halten das Versprechen, doch häufig ist mit versteckten Kosten und Gebühren zu rechnen.

Kostenlose Kreditkarte im Vergleich

Nutzen Sie unseren Kreditkarten Vergleichsrechner, um die passende kostenlose Kreditkarte zu finden. Entscheiden Sie, ob eine Filial- oder Direktbank oder aber Fintechs für Ihre kostenlose Kreditkarte die richtige Alternative ist:

Welche Vorteile bietet eine kostenlose Kreditkarte?

  • Abheben – Ein Kostenpunkt stellt das Abheben von Bargeld an Geldautomaten weltweit dar. Mit den gängigen Kreditkarten können Sie an solchen Automaten Geld abheben. Visa und Mastercard sind auf der ganzen Welt vertreten und ermöglichen somit den Zugang zu Bargeld, sofern das jeweilige Logo des Kreditkartenanbieters auf dem Automaten abgebildet ist. Die kostenlose Kreditkarte, die diese Leistung gebührenfrei anbietet, sollte in die engere Auswahl fallen. Denn unter den unzähligen Anbietern tummeln sich nur wenige, die auch diesen Service der kostenlosen Kreditkarte zuschreiben.
  • Bezahlen – Die meisten Kreditkarten gelten als akzeptiertes Zahlungsmittel weltweit. Ob im Online-Shop oder an der Ladentheke. Die Währung spielt zunächst eine untergeordnete Rolle. Hinter der Währungsumrechnung verbirgt sich allerdings die „Kostenfalle“. Auf diese Kostenfalle gehen wir im nächsten Abschnitt gesondert ein. Auch wenn dies nicht bei allen Banken zu befürchten ist, ist es interessant davon zu wissen. Denn einige wenige Anbieter, kostenloser Kreditkarten, bieten diesen Service kostenlos an.
  • Girokonto – Viele Anbieter werben mit kostenlosen Girokonten, die eine kostenlose Kreditkarte mitbringen. Als Freiberufler, Selbstständiger oder Kleinunternehmer sollten Sie allerdings das Private und das Geschäftliche trennen. Das bedeutet, dass Sie für Ihre Geschäftstätigkeit ein Geschäftskonto eröffnen und sich auch eine kostenlose Kreditkarte separat zulegen sollten.
  • Fixkosten – Womit beinahe alle Anbieter kostenloser Kreditkarten, werben ist der Wegfall der jährlichen Grundgebühr. Die Karten sind zumeist nicht zu Gänze gebührenfrei, im Vergleich allerdings die günstigere Alternative gegenüber der kostenpflichtigen Kreditkarten.

Welche Kosten müssen Sie bei Kreditkarten beachten?

Wenn Sie die passende Kreditkarte suchen, sollten Sie sich auf bestimmte Gebühren einstellen. Denn diese Gebühren stellen den größten Kostenblock dar. Dazu finden Sie nähere Informationen in den Preis- und Leistungsverzeichnissen der jeweiligen Banken. 

Beispielsweise ist wie bereits erwähnt das Abheben von Bargeld in den meisten Fällen kostenpflichtig. Die Gebühr fällt an, sobald Sie im In- oder Ausland Bargeld am Terminal abheben. Hier gilt Vorsicht, denn die Bank ist verantwortlich für den Preis. Daher sollten Sie im Vorfeld prüfen wie hoch diese Gebühren sind.

  • Abhebegebühr – Die Abhebegebühr ist abzugrenzen von der Automatengebühr. Die Abhebegebühr bestimmt Ihre Bank, allerdings fallen beim Abheben an Automaten weitere Kosten an, wenn es sich beispielsweise um einen Automatenbetreiber handelt. Hierbei genügt oftmals ein prüfender Blick. Denn Banken werben mit dem kostenlosen Abheben weltweit. Doch die anfallenden Automatengebühren in bestimmten Ländern müssen Sie selbst übernehmen.
  • Fremdwährungsgebühr – Eine Fremdwährungsgebühr wird fällig, wenn Sie beim Geldabheben oder Bezahlen eine fremde Währung nutzen. Dabei wird dem fälligen Betrag oftmals ein Prozentsatz zugrunde gelegt.
  • Auslandseinsatzentgelt – Wenn sich der Unternehmenssitz des Verkäufers nicht im EU-Gebiet befindet, dann berechnen einige Banken hohe Gebühren dafür, in einer fremden Währung die Transaktion durchführen zu müssen. Wenn Sie nun online einkaufen, kann dies zu hohen Gebühren führen. Der angegebene Preis wird in Euro angezeigt doch die Transaktion erfolgt in einer Fremdwährung. Scheuen Sie sich also nicht davor die Banken ganz einfach zu fragen. Der Unterschied zwischen Auslandseinsatz- oder Fremdwährungsgebühren ist oftmals erst auf dem zweiten Blick zu verstehen. 

Was ist bei Kreditkarten außerdem wichtig?

Nicht nur Gebühren oder Abbuchungsvarianten sind zu beachten. Weitere wichtige Aspekte finden Sie im Folgenden:

  • Kontaktlos Bezahlen – Mittlerweile bieten nahezu alle Anbieter die Kreditkarte mit integrierter NFC-Funktion (Near-Field Communication) an. Dieser Funkstandard ermöglicht das einfache und kontaktlose Bezahlen am Kassenterminal. Sie halten dazu die Karte einfach an das Kassenterminal und innerhalb weniger Sekunden sind Sie fertig. Bis zu einem Betrag in Höhe von 25 Euro gewährt Visa das Bezahlen ohne PIN Eingabe oder Unterschrift. Bei der Mastercard liegt der Betrag bei 50 Euro. Einige Anbieter ermöglichen es die NFC-Funktion zu deaktivieren. Dies ist allerdings nicht bei jeder Bank zu erwarten. Sollten Sie Bedenken bezüglich der Sicherheit solcher NFC-Karten haben, bieten Banken häufig eine kostenlose Hülle zur Kreditkarte dazu. Diese Hülle unterdrückt die NFC, sodass Sie vor Angriffen geschützt sind.
  • Abheben und Bezahlen in Fremdwährung – Bei Auslandsaufenthalten wie beispielsweise in der Eurozone, werden Sie beim Abheben und Bezahlen mit der Kreditkarten gefragt, wie die Abrechnung erfolgen soll. Bezahlen Sie stets in der Währung des Landes in dem Sie sich befinden. Betreiber und Banken rechnen die Lokalwährung in Euro um und hauen sich zusätzlich eine Gebühr auf den Betrag. Sofern Sie mit der Lokalwährung Bezahlen, wird der Betrag über einen einsehbaren Wechselkurs der Kreditkartenanbieter aus dem Internet umgerechnet und ist somit kostengünstiger. Selbes Prinzip: Wenn Sie am Automaten stehen und Ihnen ein Umrechnungskurs angeboten wird. Hier wird getrickst und häufig ein höherer Wechselkurs angeboten als üblich. Deshalb ist es sinnvoll ohne Währungsumrechnung Geld abzuheben.
  • Kreditkartenlimit – Für den Kreditrahmen Ihrer Karte überprüft die Banken zunächst Ihre Bonität. Der Kreditrahmen steht für die Summe, die Ihnen monatlich zur Verfügung steht. Bei Ausreizung der Kreditkarte können Sie diese vorerst nicht nutzen.
  • Sollzinsen – Die sogenannten Revolving Kreditkarten können kostenpflichtig aber auch kostenlos erworben werden. Im Gegensatz zu anderen Kreditkartenarten können Sie sich bei der Revolving Variante zwischen der Tilgung in voller Höhe und der Alternative, Teilrückzahlung entscheiden. Bei der Teilrückzahlung wird der Restbetrag über einen längeren Zeitraum per Ratenzahlung getilgt. Sollten Sie sich also für eine Teilrückzahlung entscheiden, werden Sollzinsen fällig. Diese Sollzinsen fallen auch dann an, wenn Sie eine Revolving Kreditkarte ohne Grundgebühr nutzen. So sollten Sie bei Kreditkarten ohne jährliche Grundgebühr unmittelbar auch an Sollzinsen denken und diese beachten.

Fazit

Abschließend ist festzuhalten, dass auch kostenlose Kreditkarten oftmals Kosten durch Gebühren verursachen können. Es ist daher ratsam sich einschlägig zu informieren und gegebenenfalls Hilfe in Anspruch zu nehmen beispielsweise durch die Beratung in einer Filialbank oder über den Kundenservice von Direktbanken und Fintechs. Letztlich müssen Sie für sich entscheiden, welche Vorteile Ihnen die kostenlose Kreditkarte wirklich bringt und ob Sie diese auch wirklich benötigen. Danach fällt es Ihnen sicher leichter, sich für die passende kostenlose Kreditkarte zu entscheiden.