In der Betriebswirtschaft wird die Gesamtheit aller Maßnahmen, die zum Eintreiben von offenen Forderungen ergriffen wird, als Forderungsmanagement bezeichnet. Eine ausreichende Liquidität eines Unternehmens ist besonders wichtig, denn diese Kennziffer beeinflusst die Bonitätseinschätzung und die Kreditvergabe von Banken. Eine hohe Liquidität ermöglicht Flexibilität im Wareneinkauf sowie im Kostenmanagement. Ziel eines effektiven Forderungsmanagements ist außerdem die Minimierung von Forderungsausfällen. Lesen Sie in diesem Artikel alles, was Sie über das Thema Forderungsmanagement wissen müssen.

Aufbau eines stufenweisen Mahnwesens

Forderungsmanagement wird innerbetrieblich mit Hilfe eines stufenweise aufgebauten Mahnwesens realisiert. Durch eine geschickte Gestaltung der Zahlungsbedingungen wie etwa Vorkasse, Anzahlungen bei großen Aufträgen oder das Verlangen von Bürgschaften kann die Liquidität positiv beeinflusst werden. Bei langfristigen Lieferverträgen gehört die Prüfung der Bonität des Schuldners unbedingt dazu. Damit können auch Creditreform oder die Bürgel-Auskunft beauftragt werden.

Inkasso als Teil des Forderungsmanagement

Führen die betrieblichen Maßnahmen nicht zum Erfolg, können externe Partner mit dem Inkasso beauftragt werden. Dabei treiben spezialisierte Unternehmen die Forderung ein, geben jedoch oft überhöhte Kosten an die Kunden weiter. Hier ist Vorsicht geboten, denn ein durch aggressives Inkasso verschreckter Kunde wird das Unternehmen künftig meiden.

Sicherheit durch geeigneten Versicherungsschutz

Ein kompletter Forderungsausfall kann durch den Abschluss einer Forderungsausfallversicherung aufgefangen werden. Diese wird auch Warenkreditversicherung genannt. Sie leistet Ersatz bei Forderungsausfällen, die durch eine Insolvenz des Kunden entstehen. Meist muss jedoch ein Selbstbehalt in Höhe von 20 Prozent getragen werden. Die Forderungsausfallversicherung ersetzt also nicht den kompletten Ausfall.

Im Rahmen der betrieblichen Haftpflichtversicherung sollte im Rahmen des Forderungsmanagements auch an die Forderungsausfalldeckung gedacht werden. Diese übernimmt das Risiko, wenn ein Haftpflichtschaden durch den Verursacher nicht gezahlt werden kann, weil er keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat und eigene finanzielle Mittel fehlen. Diese Forderungsausfalldeckung sichert dem Versicherungsnehmer also den Schadensersatz.

Alternative: Factoring

In den letzten Jahren hat das Factoring von Forderungen an Bedeutung gewonnen. Anders als beim Inkasso verkauft hier das Unternehmen die Kundenforderung sofort nach der Rechnungsstellung an das Factoringunternehmen, nicht erst, wenn sie überfällig ist. Der größte Teil dieser Summe wird zeitnah ausgezahlt, der Restbetrag dann nach vollständiger Begleichung der Rechnung durch den Kunden. Für das Factoring fallen Gebühren an, üblich sind drei bis fünf Prozent des Rechnungsbetrages. Factoring bedeutet planbarer Geldrückfluss und wird durch Banken und Geldgeber positiv bewertet.

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Das Forderungsmanagement muss stets auf die unternehmerische Situation abgestimmt werden. Welche Maßnahmen im Einzelnen angewendet werden, hängt von der Anzahl der Kunden und der Höhe der Einzelforderungen ab. Auch die Zahlungsgepflogenheiten sind je nach Branche und Kundenklientel unterschiedlich. Die Kosten für Mahnwesen, Inkasso und Factoring und die Versicherungen müssen in die Kalkulation der Produkte und Dienstleistungen einfließen. Liquiditätspläne helfen, stets den Überblick über die Zahlungsfähigkeit zu behalten.