firmenkredit Firmenkredit | ©Robert Anasch | unsplash.com

Selbstständigen, Freiberuflern oder Existenzgründern stehen, aufgrund mangelnden Eigenkapitals, oft finanzielle Hürden im Weg. Ob nun in der Frühphase der Gründung, um das Business ins Rollen zu bringen oder auch um Investitionen zu tätigen, ein Firmenkredit kann hier besonders wertvoll sein, wenn das Eigenkapital gering ist. Wir zeigen Ihnen welche Firmenkredite es gibt und was es außerdem zu beachten gilt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Firmenkredite werden oft auch Gewerbekredit, Geschäftskredit oder Unternehmenskredit genannt.
  • Egal unter welcher Rechtsform Sie Ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen, einen Firmenkredit können Sie jederzeit beantragen.
  • Zu beachten sind die Tilgungsdauer, der Zins, die Tilgungsraten, diverse Rückzahlungsvereinbarungen und das Annuitätendarlehen.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie vorab Ihre Bonität und Schufa bevor Sie einen Antrag stellen. Jetzt zum Bonitätsportal und Bonität prüfen.
  • Bei iwoca könne Sie unverbindlich einen Kredit anfragen. Die Abwicklung läuft schnell und ist flexibel. Der Anbieter FinCompare ermöglicht eine einfach Antragstellung innerhalb von nur 2 Minuten.
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Was ist ein Firmenkredit?

Firmenkredite werden in einem Atemzug mit Gewerbekrediten und Geschäftskrediten genannt. Dadurch wird einem Unternehmer oder Selbstständigen ein bestimmter Betrag bewilligt und ist an eine bestimmte Laufzeit gebunden.

Dabei gibt es kurzfristige, mittelfristige und langfristige Kredite, die sich durch Ihre Laufzeit unterscheiden. Um einen Firmenkredit bewilligt zu bekommen und zu erhalten müssen Sie im Gegenzug Entgeltzahlungen leisten. Vorher wird die Solvenz Ihres Unternehmens beurteilt und bewertet. 

Die Finanzierung durch einen Firmenkredit bringt einige Vorteile mit sich. Wenn Sie nun Umlauf- oder Anlagevermögen finanzieren möchten und Ihnen das Eigenkapital dazu fehlt, sind Sie gezwungen eine Kreditfinanzierung in Anspruch zu nehmen. Dadurch steigt auch die Liquidität Ihres Unternehmens. Nicht nur die positive Auswirkung auf wirtschaftliche Kennzahlen, wie die Eigenkapitalrentabilität beispielsweise sind erwähnenswert, sondern auch der Handlungsspielraum. Kein Kreditgeber wird Ihnen sagen wie Sie den Firmenkredit zu nutzen und einzusetzen haben. Die Zinsbelastung können Sie obendrein steuerlich absetzen. Konsultieren Sie hierzu Ihren Steuerberater für detaillierte Rückfragen.

Wer kann einen Firmenkredit beantragen?

Selbstständige, Freiberufler und Startups können einen Firmenkredit beantragen. Diese werden in der Regel auch Unternehmenskredite genannt. Auch wenn Sie als Gründer eine gute Idee haben und Ihnen die finanziellen Mittel fehlen diese umzusetzen, kann ein Firmenkredit durchaus eine Alternative sein. Nur Privatpersonen werden Firmenkredite verwehrt. 

Es spielt also keine große Rolle unter welcher Rechtsform Sie Ihrer Unternehmung nachgehen, denn ausschlaggebend für die Banken ist eine ausreichende und tadellose Bonität. Diese setzt sich aus dem Eigenkapital, der Dauer der bisherigen Tätigkeit und dem Unternehmenserfolg über einen längeren Zeitraum zusammen. 

Zusätzlich zur Bonität brauchen Banken auch andere Sicherheiten. Oft müssen Bilanznachweise aufgedeckt werden und das Unternehmen muss eine bestimmte Zeit lang schon geschäftstätig sein. Wenn Sie Eigenkapital haben sollten und es durch einen Firmenkredit anreichern wollen, stehen Ihre Chancen diesen bewilligt zu bekommen besser als ohne. Denn Banken sehen im Eigenkapital einen gewissen wirtschaftlichen Ehrgeiz und eine Sicherheit, da auch Sie etwas zu verlieren haben.

Kredit für Existenzgründung

Während und sogar noch vor der Existenzgründung sehen sich Selbstständige, Freiberufler oder Startups nach Firmenkrediten um. Dies ist nicht unbegründet, da es eine Weile dauert bis die harte Arbeit Früchte trägt. Besonders dann wenn Sie Mietforderungen nachkommen oder ein Warenlager aufbauen und die Einrichtung anschaffen müssen, ist ein Firmenkredit in der Existenzgründungsphase entscheidend. Für den nächsten Kredit sollten Sie auch einen Finanzplan an der Hand haben. 

Wir haben vier Kredite herausgearbeitet und stellen Ihnen diese vor:

  • Online – Privatpersonen und Finanzdienstleister bieten, über bestimmte Plattformen, Kredite an. Der Erhalt eines solchen Kredites ist in der Regel nicht schwierig. Ein Vergleich der Anbieter ist jedoch ratsam.
  • Förderung – Der sogenannte Förderkredit basiert auf einer staatlichen Förderung und ist zu besseren Konditionen zu erhalten, als herkömmliche Firmenkredite. Wichtig ist allerdings zu welchem Zweck Sie die Förderung nutzen möchten und nicht jeder ist berechtigt eine zu erhalten.
  • Hausbank – Die Hausbank galt lange als erste Anlaufstelle, wenn es darum ging einen Firmenkredit zu beantragen. Häufig bietet die Hausbank aber nicht den besten Zinssatz an, weshalb auch hier ein Vergleich ratsam ist.
  • Minikredit – Besonders für die Existenzgründung sind Minikredite oder Mikrokredite empfehlenswert. Sie sind leichter zu erhalten und starten schon bei 100 Euro.

Was kostet ein Firmenkredit?

Was ein Firmenkredit genau kostet, kann nicht einfach so beantwortet werden. Denn ausschlaggebend für die Kosten sind die Laufzeit, der Zinssatz und die Tilgung. Diese Modalitäten klären Sie mit der Bank selbst. Für Ihren nächsten Firmenkredit können Sie unseren Kreditrechner nutzen und den passenden Anbieter herausfiltern:

Was Sie beim Firmenkredit noch beachten müssen

Die Grundbestandteile des Firmenkredits sind Ihnen mit Sicherheit geläufig. Wie etwa die Summe, Vertragslaufzeit sowie die genauen Bestandteile und Konditionen. Doch es gibt noch weitere vertragliche Bestandteile, die sich unter den Kapitalgebern unterscheiden. Einige Faktoren haben wir für Sie übersichtlich aufgeführt:

  • Tilgung – Die vereinbarte Tilgungsdauer kann durch eine außerplanmäßige Tilgung ersetzt werden. Das heisst, Sie können einen Einmalbetrag oder auch eine Sondertilgung vereinbaren.
  • Tilgungsfreiheit – Selbstständige und Freiberufler können eine sogenannte Tilgungsfreiheit vereinbaren und die Zahlung für bis zu 2 Jahre aufschieben.
  • Zins – Der Zinssatz kann variabel aber auch fest sein. Dies beeinflusst Ihre Zinszahlungen. Wie der Begriff schon verrät können variable Zinsen flexibel angepasst werden.
  • Raten – Ein Firmenkredit muss abbezahlt werden. Dies ist in einem monatlichen, quartalsweisen oder jährlichen Turnus möglich.
  • Rückzahlungsvereinbarung – Die Rückzahlungsvereinbarung für den Gewerbekredit ist Bestandteil des Tilgungsplans. Die Verbindlichkeit besteht aus der vereinbarten Rate und der Zinsbelastung.
  • Annuitätendarlehen – Eine gleichbleibende Ratenzahlung wird über die Laufzeit des Firmenkredits vereinbart. Somit reduzieren Sie die Restschuld mit jeder Zahlung und die Zinsbelastung sinkt im Laufe der Rückzahlung. Die Rate hingegen verändert sich nicht. Somit steigt der Anteil der Tilgungsrate fortlaufend.

Fazit

Abschließend ist festzuhalten, dass ein Firmenkredit eine gute Alternative ist, das Eigenkapital anzureichern oder auch durch Fremdkapital die Liquidität zu steigern. Besonders in der Frühphase der Gründung oder gar vorher schon, ist sich mit dem Thema Firmenkredit auseinanderzusetzen. Voraussetzung für eine Bewilligung ist allerdings eine tadellose Bonität und positive Schufa. Prüfen Sie diese also bereits im Vorfeld. Vergleichen Sie die Anbieter gewissenhaft und holen Sie sich verschiedene Angebote ein. Die Hausbank ist nicht zwangsläufig der optimalste Ansprechpartner, da der Zinssatz oftmals nicht der günstigste ist. Ziehen Sie auch eine Förderung in betracht und prüfen Sie, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen.