Sicherheitseinbehalte bei Bauprojekten beeinträchtigen bei vielen Unternehmen im Bauhaupt- und Nebengewerk stets das Geschäft. Diese sind zwar gut kalkulierbar, dennoch binden sie wichtige Liquidität. Bereits bei der Vergabe der Aufträge werden Sicherheitseinbehalte vertraglich vereinbart.

Oft darf der Auftraggeber 5 Prozent des Rechnungsbetrages bis zum Ende der Gewährleistungsfrist einbehalten. Wenn der Bauauftrag nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/B) abgewickelt wird, muss der Bauherr den Sicherheitsbehalt auf ein Sperrkonto einzahlen. Hier können zwar nur geringe Zinserträge erzielt werden, der Betrag ist jedoch vor einer Insolvenz des Auftraggebers sicher. Für die Zeit der Gewährleistung, die bis zu 5 Jahren dauern kann, ist der Betrag für das Bauunternehmen jedoch nicht verfügbar. Bei großen Objekten mit einer Bauleistung von mehreren Millionen können sich die Sicherheitseinbehalte schnell summieren.

Abbildung des Sicherheitseinbehalts

Der Sicherheitseinbehalt wird auf der Schlussrechnung des Bauunternehmens an seinen Kunden offen ausgewiesen. Nach Zahlungseingang verbleibt auf dem Debitorenkonto eine offene Forderung. Bei einem richtigen Mahnen aller offenen Posten würde der Sicherheitseinbehalt regelmäßig angemahnt werden. Daher empfiehlt es sich, die Forderung vom Debitorenkonto auf ein langfristiges Forderungskonto umzubuchen. Dann wird sie im Mahnwesen nicht mehr berücksichtigt, aber in der Bilanz trotzdem ausgewiesen.

Die Alternative: eine Kautionsversicherung

Wer als Bauunternehmer eine Alternative für den Sicherheitseinbehalt sucht, sollte sich von seiner Versicherung ein Angebot für eine Kautionsversicherung unterbreiten lassen. Diese wird ähnlich eines Avals einer Bank erstellt und ist eine sinnvolle Alternative zu einer Bankbürgschaft. Die Versicherungsgesellschaft gibt damit das Versprechen ab, für die Verpflichtung zur Gewährleistung bis zu der im Vertrag vereinbarten Höhe zu haften. Sie wird für das Unternehmen eintreten und die Kosten übernehmen, wenn das Bauunternehmen nicht mehr selbst leisten kann. Versicherungsgesellschaften bieten zum Beispiel die Absicherung von Mängelansprüchen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro an. Dafür berechnen sie Gebühren, meist abhängig von der Avalhöhe.

Die Vorteile für das Unternehmen

Mit der Stellung der Kautionsversicherung zahlt der Kunde den Sicherheitsbehalt aus, damit steht der Betrag wieder zur Verfügung. Das verbessert sofort die Liquidität. Kreditlinien bei der Bank werden so geschont oder sogar verringert, wenn durch die Kautionsversicherung Bankbürgschaften abgelöst werden. Dadurch werden auch bereits gestellte Sicherheiten wieder frei und der Finanzierungsspielraum für das Unternehmen wird wieder größer. Geeignet sind Kautionsversicherungen auch für Betriebe des Maschinen- und Anlagenbaus, wenn sie zum Beispiel Vertragserfüllungsbürgschaften erbringen müssen.

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