Eine Rechtschutzversicherung gehört bei vielen Unternehmen zum umfangreichen Versicherungsschutz. Dieser soll vor allem Kosten bei Rechtsstreitigkeiten übernehmen, sowohl bei der Abwehr unberechtigter Forderungen als auch bei der Durchsetzung firmeneigener Interessen. Noch nicht so bekannt ist das Zusatzangebot eines Forderungsrechtschutzes einiger Versicherungsgesellschaften. Eine Forderungsrechtsschutz verursacht zwar meist weitere Kosten, dennoch kann diese Police eine sinnvolle Ergänzung zur Absicherung von Forderungen sein.

Wann greift der Forderungsrechtschutz?

Jeder Unternehmer weiß, dass richtiges Mahnen Geld kostet. Um die offenen Forderungen der Kunden zeitnah einzutreiben, richten Betriebe oft ein mehrstufiges Mahnwesen ein, entwerfen dafür unterschiedliche Vorlagen für die Mahnungen. Dafür sind qualifizierte Mitarbeiter nötig. Zahlen Kunden auch nach mehrmaliger Erinnerung nicht, können Mahnbescheide beantragt und die Forderungen letztendlich auch zwangsvollstreckt werden. Widerspricht der Kunde, müssen Gerichte den Sachverhalt entscheiden. So können mehrere Monate vergehen, ehe die Forderungen ausgeglichen sind. Zeit, in der über die finanziellen Mittel nicht verfügt werden kann, Skontobeträge bei Lieferanten nicht genutzt werden und sogar Zinsen für einen Dispokredit anfallen können. Viele Betriebe suchen sich daher externe Partner wie Inkassounternehmen, die das Eintreiben der Kundenforderungen für sie übernehmen. Hierfür entstehen jedoch Gebühren, die sich oft an der Höhe der Forderungen orientieren. Genau hier setzt der Forderungsrechtschutz an. Die Versicherung kommt für alle Kosten, die durch die außergerichtliche Beitreibung von Forderungen entstehen, auf.

So funktioniert der Forderungsrechtschutz

Die Police wird oft als zusätzliche Leistung einer bestehenden Rechtschutzversicherung angeboten, kann jedoch auch allein abgeschlossen werden. Der Beitrag wird bei Vertragsabschluss fest vereinbart. Hier liegt der Vorteil gegenüber einem „normalen“ Inkasso, denn die Kosten sind nicht an die Höhe der ausstehenden Forderungen gekoppelt, sondern bleiben über die Vertragslaufzeit unverändert. Der Ablauf des Verfahrens ist einfach. Bleiben die Mahnungen erfolglos, übergibt das Unternehmen die noch offenen Forderungen an ein Inkassounternehmen, das mit der Versicherung eng zusammenarbeitet. Hier sind erfahrene Forderungsmanager tätig, die auch mit Schuldnern über Stundungen und Ratenzahlungen verhandeln. Je nach Bedarf werden auch Adressen ermittelt und Bonitäten geprüft. In die Verträge können auch Forderungen eingeschlossen werden, die bereits vor Vertragsabschluss entstanden sind.

Ausnahme Baugewerbe

Die Versicherungsgesellschaften versichern allerdings nicht jede Branche und nicht jedes Unternehmen. Firmen des Bauhauptgewerbes können diese Leistungen nicht in Anspruch nehmen. Außerdem werden keine Kosten für das Eintreiben von Forderungen im Ausland übernommen. Der Anspruch auf den Forderungsrechtschutz erlischt auch, wenn die Uneinbringlichkeit der Forderung zum Zeitpunkt der Übergabe an das Inkassounternehmen bereits bekannt war.

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