Über das Internet lässt sich eine Vielzahl neuer Kunden gewinnen. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Onlineshops deutlich zu. Nachteil der neuen Handelswege ist die Anonymität der Kunden, für die Ausstellung der Rechnung und für das Eintreiben der offenen Posten ist der Händler auf die Ehrlichkeit der Käufer angewiesen. Doch leider nutzen auch immer mehr Betrüger die Onlineshops aus. Händler müssen darauf achten, dass ihre Rechnungen an die korrekten Anschriften ausgestellt werden. Nur mit Adressprüfung lassen sich später Mahnungen und Mahnbescheide zustellen und die Gelder erfolgreich eintreiben.

Adressprüfung bei der Auftragserfassung

In modernen Onlineshops gibt der Kunde selbst seine Adresse in die Kundenstammdaten ein. Eine manuelle Anschriftenprüfung erfolgt meist nicht. Dabei wäre es so wichtig, die Angaben genau zu überprüfen. Sonst entstehen Datensätze mit unkorrekten Angaben und auch Doppelnennungen. Die Kundendatei wird unnötig aufgeblasen. Für die rechtliche Durchsetzung von Forderungen gegenüber säumigen Kunden ist eine exakte Anschrift unerlässlich. Zahlungserinnerungen, Mahnungen oder Mahnbescheide laufen sonst ins Leere. Die meisten Onlinehändler beauftragen erst dann Partnerunternehmen mit einer Adressermittlung oder der Identitätsprüfung, wenn die Zahlung des Kunden ausbleibt. Dabei ist es heute bereits im Bestellvorgang technisch möglich, die Daten zu validieren.




Adressvalidierung bei der Auftragserfassung

Eine moderne Software im Onlineshop ist heute in der Lage, Rechtschreibfehler in der Erfassung zu korrigieren und die Schreibweise der Daten zu vereinheitlichen. In der Fachsprache wird das als Validieren bezeichnet. Mit Hilfe bereits vorhandener Datensätze kann auf Wunsch auch eine Identifizierung der bestellenden Person erfolgen. Mit diesen genormten und korrigierten Adressdatensätzen sinkt das Risiko von Retouren durch nicht zustellbare Sendungen. Das Mahnwesen kann späer erfolgreicher arbeiten. Nur nebenbei sei angemerkt, dass solche Daten auch effektiv für Werbemaßnahmen genutzt werden können. Mit einer entsprechenden Software lässt sich auch die vorhandene Kundendatenbank pflegen. Hier erfolgt dann eine automatische Adresskorrektur.

Adressprüfung und Anschriftenvalidierung durch externe Partner

Die Prüfung von Adressen und Identitäten übernehmen für die Onlinehändler häufig externe Experten. Diese binden die Adressprüfung in den Bestellprozess ein. Das geht auch mit ausländischen Datensätzen. Unternehmen können so verhindern, dass Betrüger Waren bestellen und die Zahlung dann schuldig bleiben. Partnerunternehmen bieten außerdem oft Bonitätsprüfungen sowie Inkassodienstleistungen an. Hier konkrete Angebote einzuholen, lohnt sich vor allem für Onlineshops mit einem hohen Neukundenanteil.

Die Validierung von Anschriften ist eine wichtige Form des Risikomanagements im Unternehmen. Externe Spezialisten können dabei helfen, die Höhe der offenen Forderungen zu minimieren und die Kosten durch Unzustellbarkeit von Lieferungen zu senken. Die daraus resultierenden Einsparungen sollten die anfallenden Gebühren für die Stammdatenpflege decken.